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Aşure essen statt auspeitschen lassen PDF Drucken E-Mail
News - Dar al-Harb
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, 30. Dezember 2009 um 08:14
Aschura-Feierlichkeiten der SchiitenAm zehnten Tag des ersten Monats des islamischen Kalenders – Muharram – "feiern" die Schiiten. In ihre Passionsspielen trauern sie um Imam Al-Husain ibn 'Alī, welcher in der Schlacht von Kerbela gefallen war. Im 2009er Jahr fielen die Aschura-Feierlichkeiten der Schiiten auf den 26. Dezember.. Diese Feierlichkeiten werden von vielen Schiiten ernst genommen und als wichtiges Fest (mit)gefeiert.
 
An diesem Tag haben besonders gläubige Schiiten nichts besseres zu tun als sich selbst zu geißeln, oder die Kopfhaut mit spitzen Gegenständen einzuritzen. Die selbst zugefügten Schmerzen sollen das Leid und die Trauer um die gefallenen Imame zur Geltung bringen. Und diese Leute nennen den Westen verdorben und pervers, während sie zu Millionen ganze Flüsse aus Blut und Leid verursachen und dies als anerkanntes religiöses Fest feiern.
 
Schiiten leiden, Aleviten kochen. Da ist mir die Art der Aleviten zu feiern deutlich lieber. Sie fügen sich und anderen keine Qualen zu, sie kochen  am letzten Tag des Aschura-Festes lieber Aşure. Gestern war es so weit. Viele Aleviten kochten Aşure und verteilten diese unter Freunden und Familienmitglieder. Der süßliche Eintopf ist relativ einfach zubereitet. Angelehnt an die 12 Imame besteht Aşure traditionell aus 12 Zutaten, wobei es keine feste Regeln gibt, welche Zutaten dies sein müssen. Heute werden auch mehr oder weniger Zutaten verwendet – abhängig vom Koch oder Köchin und je nach Lust und Laune. Was schmeckt ist erlaubt. Laut religiöser Mythologie kochte sich Noah aus den restlichen Nahrungsmitteln, die er bei verlassen des Schiffes noch bei sich hatte Aşure. An diese Legende sind die heutigen Traditionen angelehnt und wurden beibehalten. Da Aşure doch sehr lecker schmeckt, ist dagegen nichts einzuwenden.
 
Die Zutaten. 
400 g Weizen (im türkischen Supermarkt: Aşurelik bugday)
2 Tassen Kichererbsen aus der Dose
2 Tassen weiße Bohnen aus der Dose
1 Tasse Reis
2 EL Mehl in etwas Wasser auflösen
600-800 g Zucker
1 Orange
1 Tasse Milch
1 Hand voll Rosinen
7 getrocknete Feigen
10 getrocknete Aprikosen
für die Deko
1 Hand voll Haselnüsse
1 Hand voll Wallnüsse
1 Hand voll Pinienkerne
1 Granatapfel
Zimt
 

Das Rezept.  Den Weizen sollte man eine Nacht lang in Wasser einlegen, damit er gut einweicht. Am nächsten Tag geben wir den  Weizen in einen hohen Topf mit dickem Boden. Die Wassermenge sollte gerade so den Weizen bedecken. Dies wird nun aufgekocht. Ungefähr eine halbe Stunde lang. Danach sollte der Weizen noch ein paar Stündchen im Wasser ruhen. Nun stellen wir den Topf, bei mittlerer Hitze, wieder auf den Herd. Jetzt kommen die restlichen Zutaten nach und nach dazu. Erst die Kichererbsen und den Reis. Darauf folgen die weißen Bohnen und der Zucker.


Alle Zutaten können übrigens nach belieben dosiert werden. Jeder mag sein Aşure anders. Manche geben auch Rosenwasser, Pekmez oder Pflaumen dazu. Ist halt Geschmackssache. Doch wir machen es hier nach Omas Rezept ☺. Jetzt ist die Orange dran, von der wir nur die Schale brauchen. Also fein abraspeln und rein damit. Das Mehl sollte in etwas Wasser aufgeweicht werden.Bevor wir es in den Topf geben, lassen wir es durch ein Sieb laufen, damit keine Klümpchen entstehen. Zwischendurch immer gut umrühren.


Jetzt können wir die Trockenfrüchte dazugeben. Die Feigen und Aprikosen klein schneiden und mit den Rosinen in den Aşuretopf. Nachdem alles vermischt ist folgt eine Tasse Milch für die vollere Konsistenz. Es muss immer fleißig umgerührt werden, damit unser Aşure nicht am Boden des Topfes klebt. Man kann es mit etwas heißem Wasser verdünnen.


Aschure fertig zubereitetNachdem das alles ca. 60 Minuten leicht köchelt ist es auch schon fast fertig. Nun können wir es in kleine Dessertschalen aufteilen. Die Dekoration ist auch ein wichtiger Bestandteil des Aşure, denn es sieht nicht nur schön aus sondern gibt ihm auch noch den gewissen Knack. Also die Haselnüsse, Walnüsse und die Pinienkerne über die Portionen streuen und mit Zimt verfeinern. Den Granatapfel schön auspuhlen und als Deko auf unser Aşure geben. Die Granatapfelstückchen machen unsere Süßigkeit schön bunt und fruchtig. Wenn es abgekühlt ist, kann man es schön genießen, doch vergesst dabei nicht eure Nachbarn und Freunde daran teilhaben zu lassen.

Quelle des Rezepts: Kochdichtürkisch

Mahlzeit!

 

 


 

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