

| Geschlechterkampf: Aktmodell in einem islamischen Land |
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| News - Dar al-Islam | |||
| Geschrieben von: Administrator | |||
| Montag, 28. Dezember 2009 um 15:40 | |||
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Ein schwieriges Unterfangen. Aktmodelle werden nicht immer benötigt und müssen auf Abruf bereit stehen, wenn sie doch angefordert werden. Die Arbeitsbedingungen sind hart. 45 Minuten muß regungslos posiert werden, lediglich 15 minütige Pausen dienen zur Erholung und dann geht es schon weiter. Manchmal bis zu vier Stunden täglich. Einige der Aktmodelle berichten von ihren Problemen die mit einem Coming-Out verbunden waren. In einem traditionell islamischen Land wie der Türkei ist Nacktheit in großen Teilen der Bevölkerung ein Tabuthema. In Zeiten einer Re-Islamisierung der türkischen Gesellschaft geht der Trend immer weiter zur Verschleierung. Schon "westliche" Kleidung stößt bei vielen (nicht nur) gläubigen Muslimen auf Ablehnung, Nacktheit wird als unmoralisch und als Affront gegen den, die Denkweisen der Menschen prägenden, Islam gewertet und immer häufiger abgelehnt. Der Trend geht in Ganzkörperverschleierung wie das heutige Straßenbild deutlich zeigt. Daher bleibt das Coming-Out oft nur in der Familie. Zwar akzeptieren die Familien den Beruf erst nach einer gewissen Zeit. Aber aus der Angst vor dem schlechten Ruf wird und einer "Entehrung" der Familie wird dies keiner anderen Person mitgeteilt und bleibt weiterhin ein Tabu. Dieser Beruf wird im kleinsten familiären Kreis gezwungenermaßen toleriert, die Gesellschaft selbst zeigt dafür aber keinerlei Verständnis. Im Atelier sicherer als auf der Straße. Die islamisch und patriarchal geprägte Türkei ist durchsetzt von Männern die Frauen rein als Lustobjekte betrachten. Die weiblichen Aktmodelle gaben an, sie fühlten sich in ihren Kunstkursen nackt sicherer, als auf offener Straße bekleidet, da es sehr oft zu sexuellen Übergriffen kommt. Laut einer Studie an der Uludağ Universität unter 591 Frauen gaben 86,9% an, mindestens einmal sexuell belästigt worden zu sein. Davon waren 24% verbale, 7,5% physische, 5,3% sexuelle Andeutungen während der Kommunikation, 12,6% durch Gesten und 21,4% mit all diesen Formen beslästigte Frauen und Mädchen. Die in Verbindung mit sexueller Belästigung angegebenen Personen waren folgende: 15,3% Mitstudenten, 3,6% befreundete Studenten, 54,3% setzen sich aus Kampusangestellten, Chauffeuren, Gendarmen, Beamten und Besuchern der Universität zusammen, 2,3% vom eigenen Lehrer oder von Professoren, 24,6% wurden schon von all diesen Gruppen sexuell belästigt. In aller Öffentlichkeit. Innerhalb der Räumlichkeiten sexuell belästigt worden zu sein gaben 41,5% an. Ganze 35,7% wurden in aller Öffentlichkeit, außerhalb der Universität, in unmittelbarer Umgebung belästigt. Von Männern wurden 9,19% belästigt, 5,6% von Frauen, 2,4% von beiden Geschlechtern. Die Folgen. Die von Lehrern und Professoren belästigten Frauen gaben an, aus Angst die Klasse wiederholen zu müssen, hätten sie geschwiegen. Einladungen "um gemeinsam zuhause zu lernen" kamen von den Lehrern wie die Studie zeigte. 13,6% gaben an, die Belästigung hatte keine weitere Folgen für sie. 54,5% haben seither ein schlechtes Gefühl wenn sie an der Uni sind, 4,5% geben an ihr Selbstbewußtsein verloren zu haben und 21,8% verloren daraufhin das Vertrauen in das andere Geschlecht. Der Wert der Frau. In einem Land, in dem es bis Ende der 90'er Jahre erlaubt war seine Frau zu züchtigen, ohne dafür bestraft zu werden ist es schwer die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern ins Bewußtsein der Menschen zu tragen. Wie diese Studie zeigte, ist es auch nach einem Jahrzehnt nicht mehr als ein Kavaliersdelikt, Frauen zu belästigen. Das ist ein idealer Nährboden für eine Re-Islamisierung. Der Islam selbst sieht die Frau als dem Mann untergeben – von Allah gewollt, vom Koran durch Mohammed manifestiert. Allah gestattet es. Laut islamischer Lehre ist es erlaubt, die (Ehe)Frau, die Sex verweigert, mit Nahrungsverweigerung zu bestrafen, ebenso ist eine körperliche Züchtigung gestattet. Wenn nicht mit aller Kraft für die Gleichberechtigung der Frau gekämpft wird, droht diese durch die neuerliche Verbreitung des Islam komplett verloren zu gehen und alle auch noch so kleinen Leistungen der letzten Jahrzehnte in diesem Bereichen wären mit einem Schlag wieder beseitigt. Männer die von diesen Umtrieben nicht ablassen wollen oder können, könnten sich in den Islam flüchten um ihre Unart von Allah persönlich legitimieren zu lassen.
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